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 Wiederaufbau Potsdamer Stadtschloss wird teurer
Geschrieben von mikew am Donnerstag, 26. August 2010
Nachdem nun alle Hürden der Initiatoren und Befürworter für den Bau eines neuen Potsdamer Landtages im alten Stadtschloss-Stil in der Stadt scheinbar überwunden sind, wird das neue und bisher größte Bauvorhaben in Potsdam traditionsgemäß teurer als erwartet. Wie jetzt unzählige Medien berichten soll der Bau des neuen Potsdamer Stadtschlosses sich bereits jetzt voraussichtlich um 750.000 Euro teurer gestalten, als wie bisher in der Öffentlichkeit bekannt in Höhe von ca. 120 Millionen Euro. Auch das Datum der Fertiggestellung wird nicht eingehalten. Meldungen zufolge soll der neue Landtag im Herzen Potsdams erst im Frühjahr 2013 bezugsfertig sein.
Die Gesamtkosten des neuen Landtages am Alten Markt, sowie unzählbaren zusätzlichen notwendigen Baumaßnahmen, werden wohl erst am Ende aller im Zuge dieses Projektes vorgenommenen Veränderungen bekannt sein. Um nur einige wenige zu benennen gehören hierzu ein Neubau der Lange Brücke, die Versetzung der Breite Straße und einer neuen Führung der Straßenbahngleise. Die millionenschweren Baumaßnahmen welche unweigerlich zusätzlich notwendig sind, werden nicht von Spenden getragen, wie Befürworter des Projektes in der Vergangenheit immer wieder als vorrangiges Argument betonten. Auch Veränderungen und Zerstörungen an historischen Bauwerken sind unausweichlich, so wurde an der Nikolaikirche Potsdam, erbaut 1830, die Schinkel-Treppe bereits entfernt. Potsdam war ursprünglich eine slawische Siedlung, die erstmalig unter dem Namen „Potztupimi" in einer Urkunde Kaiser Ottos III. vom 3. Juli 993 genannt wird. Mit den Vorbereitungen auf den Bau des neuen Landtages wurden unzählige schützenswerte Funde aus jahrhunderter alter Vergangenheit gemacht. Die Errichtung eines notwendigen Schutzdaches war der Stadt zu teuer, daher wurde das freigelegte Loch wieder Ende des Sommers 2000 zugeschüttet. Aktuell belaufen sich die Schulden der Stadt Potsdam im Jahr 2010 auf mindestens ca. 160 Millionen Euro.
Das Nachrichtenmagazin Welt.de betitelte bereits 2009 einen Artikel zum neuen Potsdamer Stadtschloss: "Das neue Potsdamer Stadtschloss wird peinlich".
Weitere Zahlen und Informatinen zum alten und neuen Stadtschloss in Potsdam unter: http://www.potsdam-wiki.de/index.php/Stadtschloß
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Wiederaufbau Potsdamer Stadtschloss wird teurer
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| fellner * schreibt am 18.02.2011 09:33: |
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16.02.2011
In Potsdams Mitte wird das historische Stadtschloss als Sitz des Brandenburger Landtags von 2010 an wieder aufgebaut. Vorn das mit einer Spende von Günther Jauch wieder aufgebaute Fortunaportal.
Eine weitere Etappe beim Wiederaufbau des historischen Potsdamer Stadtschlosses als Sitz des Brandenburger Landtages stand an diesem Mittwoch an. Wie seit Generationen unter Bauleuten und Bauherren üblich, wurde die Grundsteinlegung feierlich begangen. Vier Hammerschläge auf den gesetzten Schlussstein sollen dem weiteren Bau Glück und Erfolg verschaffen.
Auf der Baustelle am Alten Markt wurde eine Kassette mit Erinnerungen an den 16. Februar 2011 eingelassen. In eine kupferne Hülse kam eine Urkunde mit dem Brandenburg-Wappen, unterschrieben von Landtagspräsident Gunter Fritsch als künftigem Hausherr, Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Finanzminister Helmuth Markov (Linke) als Bauherr. Auch Tageszeitungen, ein aktueller Satz Münzen und Baupläne wurden für die Nachfahren hinterlassen.
„Wir bauen kein Stadtschloss, sondern einen Landtag in historischer Hülle“, sagte Landtagspräsident Gunter Fritsch. Er freue sich, dass der Kompromiss gelungen sei. Brandenburgs Minister Präsident Matthias Platzeck (SPD) betonte, dass die Landeshauptstadt nun ihre historische Mitte zurück erhalte. „Über zwei Jahrzehnte Wünsche und Hoffnungen von Vielen werden heute gekrönt.“
Der Landtag entsteht in den Ausmaßen des Stadtschlosses, einst erschaffen von dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753). Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde das Schloss zu DDR-Zeiten gesprengt.
Dimension und Anmut des historischen Bauwerkes – es ersteht nun nach den Plänen des Dresdner Architekten Peter Kulka neu – lassen bereits sich bereits erahnen. Das Musterteil einer Fassade – etwa 3,85 Meter lang und 16,80 Meter hoch – zeigt, welche Sandsteinarten beim Bau verwendet werden. Farben, Formen, Oberflächen und Materialien sind so bereits „in natura“ zu begutachten. Im Innern soll sich der neue Landtag als funktionaler Bau präsentieren. Es wird Arbeitsmöglichkeiten für etwa 150 Abgeordnete und Mitarbeiter geben.
Der Landtags-Neubau war 2005 von den Abgeordneten beschlossen worden. Der Landtag soll 2013 fertig sein. Es werden Baukosten in Höhe von 120 Millionen Euro veranschlagt.
http://morgenpost.de
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