Verkehrszentrale
präsentiert sich der Öffentlichkeit
Feinjustierung
der Lichtsignalanlagen auch am kommenden Wochenende
In einigen Wochen wird die
Landeshauptstadt über ein in Deutschland einmaliges System zur Reduzierung des
Schadstoffgehalts der Luft verfügen. Mit der Umweltorientierten
Verkehrssteuerung sollen Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid und
Feinstaub vermieden werden.
In den letzten Monaten hat die
Landeshauptstadt mit Hilfe der Europäischen Union die technischen
Voraussetzungen für das Umweltorientierte Verkehrsmanagement schaffen können:
Die bestehende Verkehrszentrale wurde ausgebaut, die technischen Möglichkeiten der etwa 50 Messstellen wurden
erweitert. Künftig wird die Zentrale nicht nur das aktuelle Verkehrsaufkommen
messen können, sondern auch die Informationen zum Wetter und zur
Schadstoffbelastung erhalten. Die
Steuerung von 30 Lichtsignalanlagen wurde so ergänzt, dass sie auf
angespannte Verkehrslagen und kritische Umweltsituationen reagieren können.
Heute präsentiert der Bereich
Verkehrsmanagement dem Bauausschuss die technischen Einzelheiten des
innovativen Verkehrslenkungssystems.
Die Umweltorientierte
Verkehrssteuerung orientiert sich an der aktuellen Schadstoffbelastung der
Luft. Das bedeutet: Steigt der Stickstoffdioxidgehalt über bestimmte Werte,
dann werden die Lichtsignalsteuerungen an den besonders schadstoffbelasteten
Straßen anders geschaltet und der Verkehr in der Stadt verflüssigt. Gleichzeitig
wird die Zufahrt weiterer Autos in die Stadt gedrosselt. So wird das
Verkehrsaufkommen in bewohnten Stadtteilen gesenkt.
Mit der neuen Steuerungstechnik
werden zurzeit die Lichtsignalanlagen in der Behlertstraße, der
Großbeerenstraße, der Breiten Straße und in der Zeppelinstraße feinjustiert, so
dass ein noch besserer Verkehrsfluss und eine Schadstoffminderung auf diesen
Hauptverkehrsstraßen ermöglicht werden kann.
Der Bereich Verkehrsmanagement wird
den Anwohnern dieser vier betroffenen Straßen an „Tagen der Offenen Tür“ einen
Einblick in die Verkehrszentrale bieten. Die Termine für die „Tage der Offenen
Tür“ der Verkehrszentrale werden rechtzeitig in der lokalen Presse bekannt
gegeben.
Im diesem Zusammenhang hat der
Bereich Verkehrsmanagement einen wichtigen Verkehrshinweis für das Wochenende:
Mit dem sogenannten Leipziger Dreieck ist neben den Hauptverkehrsstraßen ein
weiterer wichtiger Verkehrsknotenpunkt Potsdams in das Umweltorientierte
Verkehrsmanagement eingebunden. Für die dafür notwendigen Umbau- und
Versorgungsarbeiten müssen die Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen
Heinrich-Mann-Allee/Brauhausberg und Brauhausberg/Albert-Einstein-Straße vom
Freitag, den 24.02.2011, 8:00 Uhr bis Sonnabend, 25.02.2012, 18:00 Uhr
abgeschaltet werden. Am Sonnabend, den 25.02.2012 muss zusätzlich ab 9:00 Uhr
für etwa vier Stunden auch die Lichtsignalanlage an der Kreuzung
Heinrich-Mann-Allee/Leipziger Straße abgeschaltet werden. Der Bereich
Verkehrsmanagement bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmer während der
Abschaltungen in diesem Bereich um erhöhte Aufmerksamkeit.