Umbenennung
in "Hiroshima-Nagasaki-Platz"
Heute wurde
symbolisch ein neues Schild am „Hiroshima-Nagasaki-Platz“ durch den
Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bauen Matthias Klipp und dem Vorsitzenden
des Hiroshima-Platz Potsdam e.V. Uwe Fröhlich enthüllt.
Die
Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam hatte mit breiter
Mehrheit im Dezember 2011 die Umbenennung des vormaligen Hiroshima-Platzes in
Hiroshima-Nagasaki-Platz beschlossen.
Matthias Klipp: „Damit
ist ein weiterer Schritt zur Vollendung des Platzes vollzogen. Ich freue mich,
dass der Gedenkort am Hiroshima-Nagasaki-Platz nun fertig gestellt ist. Seit
sechs Jahren begleitet die Landeshauptstadt das Projekt.“
Der Vorsitzende
des Hiroshima-Platz Potsdam e.V., Uwe Fröhlich, betont: „Sowohl hier in
Deutschland, als auch international, insbesondere in Japan, hat die Umbenennung
des Platzes in „Hiroshima-Nagasaki-Platz“ eine hohe Bedeutung. Immer mehr
Touristen aus aller Welt besuchen Potsdam und suchen nach dem Ort, wo über den
Abwurf der beiden Atombomben unter strengster Geheimhaltung gesprochen wurde.
Die beiden Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki blicken auf Potsdam als
einen - authentischen Ort - der Weltgeschichte. Im Namen der Mitglieder des
Hiroshima-Platz Potsdam e.V. möchte ich mich noch einmal für das
Engagement des kürzlich verstorbenen Prof. Dr. Hideto Sotobayashi bedanken. Wir
werden sein Vermächtnis bewahren.“
Professor Sotobayashi setze sich maßgeblich für ein
zentrales Denkmal in der Landeshaupt-stadt Potsdam ein, dass es jetzt am
Hiroshima-Nagasaki-Platz gibt. Hideto Sotobayashi hatte in Potsdam erstmals
seit dem Atombombenabwurf über sein Schicksal öffentlich erzählt. Er überlebte am
6. August 1945 als 16-jähriger Schüler die Detonation der Atombombe in
Hiroshima.
Mit ganzer Kraft setzte sich Hideto Sotobayashi für
eine atomwaffenfreie Welt ein. In das Goldene Buch der Landeshauptstadt Potsdam
hatte der Physik-Professor bei seinem Eintrag im August 2011 geschrieben: „In
der Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt.“
Für seine
Vorträge in über 150 Städten hat er im September 2011 den Preis für
deutsch-japanische Zusammenarbeit des japanischen Außenministeriums erhalten.