Tot
aufgefundenes Baby wird am 16. Februar bestattet
Das einen Tag vor Heiligabend in Potsdam-West gefundene
tote Neugeborene soll am Donnerstag, dem 16. Februar 2012, auf dem Bornstedter
Friedhof beerdigt werden. Die Staatsanwaltschaft hat nach den Untersuchungen
zur Todesursache beziehungsweise der Suche nach der Mutter und Verwandten das
Baby zur Beerdigung freigegeben. Details und Hintergründe des Todes sind bis
heute nicht bekannt. „Ich bin noch immer erschüttert über den Tod des Babys und
darüber, dass vorhandene Hilfenetzwerke hier nicht in Anspruch genommen worden
sind“, sagte die Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit, Ordnung und
Umweltschutz, Elona Müller-Preinesberger. Sie wird als Vertreterin der
Landeshauptstadt Potsdam an der Beerdigung, die um 12.30 Uhr beginnt,
teilnehmen.
Nach dem Brandenburgischen Bestattungsgesetz ist die
Landeshauptstadt verpflichtet, die Kosten für die Beerdigung zu übernehmen. Die
Kirchengemeinde hat in diesem Fall angeboten, das Baby auf ihre Kosten würdevoll
in einem Grab auf dem Friedhof Bornstedt zu bestatten. „Ich danke der Evangelischen Kirchengemeinde Bornstedt,
vor allem der Friedhofsleiterin Jutta Erb-Rogg, sowie allen Spendern für ihr Engagement,
dem Baby eine würdevolle Ruhestätte auf dem Friedhof sowie eine Trauerfeier für
das Kind zu ermöglichen“, sagte Elona Müller-Preinesberger. Der Künstler
Michael Spengler wird zudem das Grabmal im Bereich des Friedhofs-Eingangs Eichenallee
gestalten.