Spurensuche führte zum Filmmuseum
Potsdam
Gewinnspiel der Landeshauptstadt im
Jubiläumsjahr Friedrich II.
Im Rahmen des monatlichen Gewinnspiels "Spurensuche" der
Landeshauptstadt Potsdam wurden drei Potsdamerinnen ermittelt, die den Februarstandort
entdeckt haben. Zu gewinnen waren zwei Eintrittskarten für das Stück „Fritz!
Ein Theaterspiel für den König von Preußen“ am 19. Februar 2012 im Hans Otto
Theater, zwei Karten für das Musical „Friedrich, Mythos und Tragödie“ am 2.
Juni 2012 in der Metropolis Halle und zwei Karten für die Ausstellung
„Friedrich und Potsdam – Die Erfindung (s)einer Stadt“ im Potsdam Museum –
Forum für Kunst und Geschichte am Alten Markt.
Im zweiten Monat des Gewinnspiels galt es, das Filmmuseum Potsdam in
der Breiten Straße zu entdecken. Zur Geschichte des Hauses: Das Gebäude wurde 1685 auf Geheiß des Kurfürsten
Friedrich Wilhelm neben dem Stadtschloss als Orangerie errichtet. Hier
überwinterten die südländischen Pflanzen des Hofes, weshalb das Gebäude
ursprünglich auch als „Pomeranzenhaus“ genannt wurde. 1714 wurde ein Teil des
Schlossgartens, der sich von hier bis zur Havel erstreckte, durch den
Soldatenkönig in einen Exerzierplatz umgewandelt. In diesem Zusammenhang
erhielt auch die Orangerie ihre neue Bestimmung als Marstall für die
königlichen Reitpferde. Doch sein Sohn, Friedrich II., wollte sein Potsdam
glanzvoller und beauftragte 1746 die Architekten Georg Wenzeslaus von
Knobelsdorff und Andreas Krüger, das Gebäude zu verlängern und zu verschönern.
Die prachtvollen Plastiken über den Portalen an der Breiten Straße stammen von Friedrich Christian Glume. Nach der
Abdankung von Kaiser Wilhelm II. 1918 waren bis 1922 im Marstall Pferde
untergebracht, dann zog hier ein Garnisonsmuseum ein. Wie das Stadtschloss und
die Bauwerke des Alten Marktes wurde der Marstall im Zweiten Weltkrieg schwer
beschädigt. Während das Stadtschloss um 1960 abgerissen wurde, konnte der
Marstall gerettet und als letztes original erhaltenes Gebäude restauriert werden.Seit 1981
befinden sich in dem Barockgebäude das Filmmuseum Potsdam und ein Café. Bis
1990 „Filmmuseum der DDR”, steht das Haus seitdem unter der Obhut des Landes
Brandenburg und ist seit Juli 2011 Teil der Hochschule für Film und Fernsehen
„Konrad Wolf“. Die Dauerausstellung und wechselnde Ausstellungen entführen
Besucher des Marstalls in die Welt des Films, täglich laufen im Kino mehrere
Vorstellungen. Die wachsenden Sammlungen zur Babelsberger Filmgeschichte sind
eine Fundgrube für Wissenschaftler und Ausstellungsmacher.
Unter dem Titel „Der falsche Fritz. Friedrich II. im Film“ zeigt
das Filmmuseum bis März 2013 eine Ausstellung und Filme. Das Kino prägte im 20.
Jahrhundert das Bild vom bedeutendsten aller Preußenkönige. Sobald Friedrich
II. überlebensgroß auf der Kinoleinwand erschien, gab es heftiges Pro und
Contra. Mythen? Kommerz? Propaganda? Die Königsrolle machte einen Schauspieler
fast so berühmt wie den König selbst: Otto Gebühr. Viele der Filmaufnahmen zu
den Preußenfilmen entstanden an Originalschauplätzen in Potsdam und im
Babelsberger Ufa‑Studio.
Die Landeshauptstadt Potsdam lädt monatlich zu einer
"Spurensuche" und einem damit verbundenen Gewinnspiel ein. Als Preise
locken Eintrittskarten für Veranstaltungen, die den preußischen König Friedrich
II. in seinen verschiedenen Facetten darstellen. Und so funktioniert das Gewinnspiel: Bis Dezember 2012 sind jeweils am Anfang des Monats bis zu
drei Aufsteller in der historischen Innenstadt zu sehen. Die Standorte
variieren von Monat zu Monat. Bis zum 5. des Monats ist einer von den insgesamt
bis zu drei Standorten zu finden. Bei diesem Standort handelt es sich stets um
ein Gebäude, das in der Zeit von Friedrich II. gebaut wurde. Auf dem Aufsteller
sind Informationen über die Geschichte des Hauses, über die aktuellen Nutzer
sowie deren Veranstaltungen zum Thema Friedrich 300 zu lesen. Zusätzlich
beinhalten die Aufsteller in der Innenseite Zitate von Friedrich II. und
verweisen bis Oktober 2012 auf die zentrale Ausstellung der Schlösserstiftung
"Friederisiko". Der Entdecker informiert den Bereich
Öffentlichkeitsarbeit/Marketing der Landeshauptstadt Potsdam per Mail, Fax oder
Telefon, welchen Standort er ausfindig gemacht hat. Derjenige mit der ersten
richtigen Lösung erhält zwei Eintrittskarten für eine Veranstaltung im
Jubiläumsjahr zugeschickt. Da in einigen Monaten zwei/drei Preise (jeweils zwei
Eintrittskarten) zur Verfügung stehen, bekommt der Teilnehmer, der die zweite
richtige Antwort hat, den in der Preisliste aufgeführten zweiten Preis,
derjenige mit der dritten richtigen Antwort den dritten Preis. Die Auflösung
des gesuchten Standortes wird immer am 6. eines Monats auf www.potsdam.de/friedrich300 veröffentlicht. Hier finden Sie auch
ausführliche Informationen zum Gewinnspiel und zu den Preisen.