Podiumsdiskussion
zur Überprüfung von DDR-Richtern
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe
„Menschen unter Diktaturen“ findet am Donnerstag, dem 23. Februar, um 19 Uhr eine
Podiumsdiskussion zum Thema „Die Überprüfung von DDR-Richtern und
DDR-Staatsanwälten im Land Brandenburg“ in der Gedenkstätte Lindenstraße 54/55
statt. Auf Einladung der Gedenkstätte Lindenstraße für die Opfer politischer
Gewalt im 20. Jahrhundert, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
und der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der
kommunistischen Diktatur werden Marianne Birthler, Stephan Hilsberg, Dorothea
Schiefer und Prof. Dr. Rainer Schröder im Podium erwartet. Moderieren wird Dr.
Marianne Subklew-Jeutner. Der Eintritt kostet drei Euro, eine Anmeldung ist
nicht erforderlich.
In jüngster Zeit wird verstärkt
über frühere Stasi-Mitarbeiter in Politik und Verwaltung diskutiert. Auch die
Vergangenheit von Angehörigen der Justiz und insbesondere von Richtern und
Staatsanwälten ist dabei ins Blickfeld geraten. Wie erfolgte die Überprüfung
der DDR-Richter und -Staatsanwälte? Nach welchen Kriterien entschieden die
Richterwahl-Ausschüsse der Jahre 1990/91? Sind die damaligen Ergebnisse der
Richter- und Staatsanwaltsberufungs-Ausschüsse und 20 Jahre „Bewährungszeit“
hinreichende Argumente, über eine eventuelle Beteiligung am Justizunrecht der
DDR den Deckel zu schließen? Auf diese und weitere Fragen will die
Veranstaltung neue Antworten finden.
Es diskutieren:
Marianne Birthler, ehemalige Bundesbeauftragte für die
Stasi-Unterlagen
Stephan Hilsberg, ehemaliger brandenburgischer Bundestagsabgeordneter
Dorothea Schiefer, 1990-1992 Mitarbeit an der Überprüfung für den
Brandenburger Richterwahlausschuss, bis 2009 Richterin am Verwaltungsgericht
Frankfurt (Oder)
Prof. Dr. Rainer Schröder, Rechtshistoriker, Humboldt-Universität
zu Berlin