Flugrouten:
Bedenken der Region Potsdam ernst genommen
Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BFA) hat
heute die Flugrouten für den neuen Flughafen in Schönefeld ab Juni 2012 bekanntgegeben.
Das Ergebnis hat die positiven Erwartungen der Landeshauptstadt Potsdam
bestätigt. „Unser Engagement hat sich gelohnt. Die Flugsicherung hat die
Bedenken der Region Potsdam ernst genommen und eine tragfähige Entscheidung
getroffen“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. Insgesamt ist zu
berücksichtigen, dass die Flugzeuge aufgrund der Entfernung zu Schönefeld bei
Abflügen eine relativ große Höhe aufweisen und damit die Lärmbelastung, wie vom
Land Brandenburg kartiert, in Potsdam hoffentlich nur eine untergeordnete Rolle
spielt.
Die Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit,
Ordnung und Umweltschutz Elona Müller-Preinesberger hat die Landeshauptstadt
Potsdam und somit die Interessen der Potsdamer Bürgerinnen und Bürger seit
November 2010 in der Fluglärmkommission vertreten.
Sie verweist noch einmal auf den Aspekt, dass der Betrieb des Flughafens Tegel,
der deutlich näher am Potsdamer Stadtgebiet liegt, im Juni beendet wird und
damit die daraus resultierenden Belastungen für Potsdam wegfallen. „Nach der Eröffnung
des Flughafens werden wir genau beobachten, wie sich der Flugverkehr über der
Landeshauptstadt auswirkt. Wir hoffen, dass die Belastung in Potsdam, wo schon
heute zahlreiche Flugzeuge im Anflug auf Tegel und Schönefeld in 900 Meter Höhe
übers Stadtgebiet fliegen, nicht weiter zunimmt“, sagte Elona
Müller-Preinesberger.
In der
Sitzung der Fluglärmkommission am 30. Januar 2012 soll die Präsentation der
Flugverfahren durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung erfolgen. Damit
werden die Mitglieder der Kommission in die Lage versetzt, sich ein
detailliertes Bild zu den heute veröffentlichten Flugrouten machen zu können